Zuhause ist kein Ort. Es ist ein Gefühl. Und dieses Gefühl kannst du in dir selbst finden, egal wo du gerade bist.
Ich bin als Kind oft umgezogen. Neue Städte, neue Schulen, neue Zimmer. Und jedes Mal dachte ich: Wenn wir erst wieder irgendwo angekommen sind, dann wird es besser. Dann fühlt es sich wieder wie Zuhause an.
Es hat lange gedauert bis ich verstanden habe, dass ich auf etwas gewartet habe, das ich selbst mitbringen musste.
Wir verbinden Zuhause mit Orten. Mit der Wohnung in der wir aufgewachsen sind. Mit dem Geruch von frisch gebackenem Brot. Mit dem Sessel in dem Grossvater gesessen hat. Das sind schöne Erinnerungen. Aber sie können uns auch in die Irre führen.
Denn wenn Zuhause nur ein Ort ist, dann bist du obdachlos sobald du diesen Ort verlässt. Sobald sich die Wohnung verändert. Sobald Menschen gehen. Sobald das Leben anders wird als geplant.
Zuhause ist kein Ort.
Es ist der Moment in dem du bei dir selbst ankommst.
Zuhause ist das Gefühl von: Hier darf ich sein. Genau so wie ich bin. Ohne Maske, ohne Leistung, ohne mich kleiner oder grösser zu machen als ich bin.
Dieses Gefühl entsteht nicht automatisch wenn du eine schöne Wohnung hast. Es entsteht wenn du dich selbst kennst. Wenn du weisst was dir gut tut und was dich erschöpft. Wenn du deine eigenen Grenzen spürst und sie respektierst. Wenn du dir selbst gegenüber ehrlich bist.
Das ist Klarheit. Und Klarheit ist das Fundament von Zuhause.
Es sind keine grossen Gesten. Keine Auszeiten auf dem Berg oder teuren Retreats. Es sind die kleinen, ehrlichen Momente des Alltags.
Wann habe ich mich zuletzt wirklich bei mir angekommen gefühlt?
Was brauche ich, damit sich ein Ort nach Zuhause anfühlt?
Wo in meinem Leben tue ich so als ob, statt wirklich da zu sein?
Was würde ich anders machen, wenn ich mir selbst gegenüber ehrlicher wäre?
Stell dir vor, du trägst dein Zuhause in dir. Nicht als schwere Last, sondern als stille Gewissheit. Ich weiss wer ich bin. Ich weiss was ich brauche. Ich weiss wie ich für mich sorgen kann.
Das ist nicht naiv. Das ist Arbeit. Ehrliche, manchmal unbequeme Arbeit. Aber es ist die lohnendste die ich kenne.
Und sie beginnt genau hier. Mit dem, was du gerade liest. Mit dem Innehalten. Mit der Frage, die du dir heute Abend vielleicht zum ersten Mal wirklich stellst.
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